Historie: Wie NeD Tax zu NeD Tax wurde

In 17 Jahren hat sich NeD Tax zu einem führenden Unternehmensberater für deutsch-niederländische Unternehmen entwickelt. Aber 17 Jahre sind eine lange Zeit, und jedes Unternehmen fängt irgendwo an. Die Gründer Maurice Horyon und David Huver blicken zurück auf die Unternehmensgeschichte von NeD Tax. Wie ist das Unternehmen entstanden? Und was hat sich in all diesen Jahren eigentlich verändert?

Alles begann mit einem Studium des niederländischen Rechts am Hauptstandort von NeD Tax in Nijmegen. Maurice und David lernten sich während ihrer Studienzeit kennen und freundeten sich bald an. Es war sofort klar, dass sie beide eine gewisse Verbundenheit mit Deutschland hatten. „Das liegt daran, dass wir beide in der Grenzregion aufgewachsen sind. Deutschland war und ist immer nah.” Nach ihrem 4. Studienjahr absolvierten sie gemeinsam ein Praktikum in einer deutschen Anwaltskanzlei.

„Das Interesse, das wir bereits in Deutschland hatten, wurde dort nur noch stärker”, erzählt David. „Diese Kanzlei hatte auch einen Businessclub für Unternehmen, die sowohl in Deutschland als in den Niederlanden geschäftlich tätig waren. Wir waren auf mehreren Veranstaltungen dabei und haben dort viele Kontakte geknüpft.” Dies führte dazu, dass sie, als sie im Anschluss an ihr Studium in das Berufsleben eintraten, ihre Arbeitgeber baten, dem Businessclub beizutreten. „Wir wollten beide die Kontakte und das Netzwerk, das wir dort aufgebaut hatten, weiterführen. Und wir meinten, dass auch unsere Arbeitgeber davon wirklich profitieren würden.”

Zeit für etwas Neues

Nach sechs Jahren Berufstätigkeit als Angestellter war es für beide an der Zeit etwas Neues zu starten. „Wir wollten in unserer Arbeit einfach einen intensiveren Kontakt mit Deutschland und deutschen Unternehmern haben. Also haben wir unsere Jobs gekündigt und NeD Tax gegründet. Mit einer kleinen Anzahl von Kunden und nur wir beide in einem kleinen Büro”, sagt Maurice. „Das war noch in diesem Gemeinschaftsbüro an der Groenestraat”, ergänzt David.

Die Anfangsphase von NeD Tax war vor allem eine Zeit der Pionierarbeit. „Einige Teilbereiche der Arbeit hatten wir auch schon als Angestellter geleistet und waren uns bereits vertraut. Aber es war vor allem dieser Nischenmarkt – Unternehmen, die in den Niederlanden und Deutschland geschäftlich aktiv sind und im Markt erfolgreich sein wollen. Das war unser neuer Schwerpunkt. Und dann muss man nicht nur fachlich gut sein, sondern auch die Sprache sprechen. Und darüber hinaus die Kultur verstehen!”

Die ersten Erfolge

Maurice zufolge ist der Erfolg von NeD Tax auf zwei Faktoren zurückzuführen. „Zunächst einmal war es fantastisch, dass einige attraktive und namhafte deutsche Kunden den Wechsel zu uns wagten: Dethleffs war einer der ersten Kunden. Wir haben damals noch Fotos mit der gesamten Dethleffs-Geschäftsführung auf der Messe in Düsseldorf gemacht. Sie waren in den ersten Jahren ein sehr wichtiger Botschafter für uns.”

Der zweite Teil des Erfolgs war die rasche Ausweitung des Beratungsspektrums. „Durch den Ausbau unserer Dienstleistungen konnten wir bald eine umfassende Dienstleistungspalette anbieten. So entwickelten wir uns schnell von einer klassischen Steuerberaterkanzlei zu einer Art One-Stop-Shop für unsere Kunden. Wir ergänzten die Steuer- und Rechtsberatung um die Compliance für niederländische und deutsche Gesellschaften”, erzählen Maurice en David.

Das hört sich jedoch einfacher an, als es in der Praxis war. „Compliance war anfangs überhaupt nicht unser Ding. Dafür brauchten wir personelle Verstärkung. Diese neuen Mitarbeiter kamen von großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie Ernst & Young. Leute, die Erfahrung mit Rechnungslegung und Steuererklärungen hatten.”

Mehr als Wachstum

Die Unterstützung im Bereich Compliance war die erste Erweiterung der Dienstleistungen von NeD Tax. „Aber sicher nicht die letzte. Unser Unternehmen ist zusammen mit unseren Kunden gewachsen. Wir ziehen es vor, langfristige Beziehungen mit ihnen einzugehen. Denn wir wollen Geschäftsbeziehungen nicht nur aufrechterhalten, sondern auch ausbauen.”

Dieser Ansatz führte dazu, dass die Kunden mit zunehmend komplexeren Herausforderungen auf sie zukamen. Maurice und David stellten fest, dass Beratung und Compliance im Bereich Finanzen irgendwann nicht mehr ausreichten. „Wir sind dann allmählich in den Bereich Governance eingestiegen. Das ist ein sehr weit gefasster Begriff. Wir sehen es als sich trauen, mit dem Kunden mitzudenken. Szenarien auf den Tisch zu legen und diese anschließend mit einem großen Team ausgestalten. Das geht viel weiter als die reine Beraterfunktion, es ist ein strategisches Denken über die Zukunft des Unternehmens. Dazu gehört zum Beispiel auch das Risikomanagement und die frühzeitige Einbindung in die Herausforderungen eines Vorstands.”

Die neueste Erweiterung der Dienstleistungen von NeD Tax ist ein weiteres Beispiel dafür, dass man mit der Welt, in der man lebt, mitwächst. „Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass es Entscheidungsträgern in Unternehmen mitunter schwerfällt, Entscheidungen zu treffen. Jeder Unternehmer hat Pläne und Ideen, möchte diese aber auch untermauern können. Wir helfen Unternehmern, diese Argumente zu finden. Wir trauen uns, Stellung zu beziehen, wir sind selbst Unternehmer und wir bilden unsere Leute auch im unternehmerischen Denken aus.”

Hier kommt die Business Intelligence ins Spiel. „Heutzutage sind so viele Daten verfügbar. Alles wird aufgezeichnet. Aber wenn man das transparent macht und analysiert, dann kann man diese Daten in Argumente umwandeln. Auf diese Weise können Sie als Unternehmen Entscheidungen treffen und an der Zukunft arbeiten. Wir nennen dies Business Intelligence, die neueste Ergänzung unserer Dienstleistungen.”

Wir machen die Dinge anders

In den 17 Jahren seit der Gründung von NeD Tax hat sich viel verändert, aber einige Dinge sind gleichgeblieben. Dinge, auf die Maurice und David stolz sind. “Seit der Gründung unseres Unternehmens haben wir die Dinge anders gemacht. Zum Beispiel betrachten wir unser Kapital ganz anders als unsere Wettbewerber. Unser wichtigstes Kapital sind zweifelsohne unsere Mitarbeiter. Unsere Mitarbeiter, die Menschen, die für uns arbeiten, sind wichtiger als unsere Kunden. Wirklich.”

„Überall in der Gesellschaft wird der falsche Umgang mit dem Humankapital kritisiert: Die Technik geht immer vor, und wenn etwas nicht läuft, wird der Mensch einfach ersetzt. Gewinnoptimierung ist natürlich wichtig, aber sie sollte nie wichtiger sein als die Menschen, die dazu beitragen.”

David betont, dass die Menschen gesund und fit bleiben müssen. „Das ist wirklich ein langfristiges Ziel. Wir wollen, dass alle an Bord bleiben. Auch wenn sie krank werden und nicht arbeiten können. Wir helfen ihnen dabei, wieder auf die Beine zu kommen und unterstützen sie bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz.”

David und Maurice versuchen, dies mit verschiedenen Mitteln zu erreichen. „Von unserem Fitnessbereich im Souterrain über unsere Gastgeberin, die frische und gesunde Gerichte für das Mittagessen zubereitet, bis hin zu unserer neuesten Idee, der „Akkuzeit”: Unsere Mitarbeiter stehen im Jahr 24 Stunden zur Verfügung, um einfach mal den eigenen Akku wieder aufzuladen. So kann man zum Beispiel zwei Stunden früher nach Hause gehen, zwischendurch einkaufen gehen oder die Kinder betreuen, das ist uns egal. Hauptsache, sie können kurz abschalten und sich regenerieren, das ist, was zählt.”

NeD Tax ist wie ein Familienunternehmen, in dem die Mitarbeiter das wichtigste Element sind. Denn sie sind es, die unsere Unternehmenskultur prägen und langfristig unsere Existenz sichern.

Und jetzt?

Mit Blick auf die Zukunft wollen David und Maurice vor allem gemeinsam mit ihren Kunden wachsen. „Wenn unsere Kunden wachsen und mehr fordern, muss NeD Tax darauf reagieren. Auch auf lange Sicht. Wir tun dies, indem wir zum Beispiel viele junge Leute ins Unternehmen holen und sie jahrelang ausbilden, damit sie komplexe Fälle bearbeiten können. Wenn man Kunden Lösungen aus einer Hand anbieten möchte, braucht man ein vielfältiges Team.”

Die Gründer von NeD Tax sehen große Chancen, Unternehmensdienstleistungen auf das höchste Niveau zu bringen. „Eine Auszeichnung werden wir dafür nicht bekommen, aber eine Menge Anerkennung und ein Umfeld mit engagierten Menschen.”